Der folgende Beitrag ist nicht für Personen unter 14 Jahren zu empfehlen, da evtl. Sachverhalte mit nicht ganz einfach zu verstehendem und zu verarbeitendem Vokabular beschrieben werden. Für seelische Schäden kann keine Haftung übernommen werden!

 

„Ey Puppä, Bock zu fummle!?“

 

– Nach diesem Motto wird in der deutschen Jugendszene spätestens nach ein paar Gläsern Alkohol auf der Party kommuniziert. Alles schön und gut, da Frau, bzw. das angesprochene Objekt der vorwiegend männlichen Lustgefühle, dem „wanna-be-Puppenspieler“ jederzeit noch gepflegt eine scheuern kann, sofern trotz wahrscheinlichem Alkoholkonsum überhaupt noch dazu in der Lage…. Doch im Laufe der Zeit hat sich in deutschen (ja, vermutlich auch in österreichischen) Kinderzimmern vermehrt das Internet Zugang verschafft. Nun muss man (ja, auch Frau) nicht zwingend die kuschelig warme Stube verlassen, um sich mit „Freunden“ zu treffen und einen zu heben. Dies kann jetzt ganz komfortabel vom heimischen Schreibtisch aus erledigt werden. Bierdosen und Wodkaflaschen sind leider ein immer häufigeres Bild auf den Schreibtischen der Jugend und derer, die sich zu selbiger zugehörig fühlen. Schritt zwei zur „Saufparty 2.0“ wäre nun ein geeigneter Treffpunkt. Als Beispiele sind hier etliche Free2Play Onlinespiele zu sehen, aber auch Medien, wie TeamSpeak, Skype, oder ChatRoulette. Was nun folgt ist für die meisten unschuldigen Beteiligten oft der blanke Horror. Es werden Bilder gepostet, die… nennen wir es mal vorsichtig „Genitalgewächse“ (oder „-gewüchs“) darstellen, anzügliche und teils perverse Sprüche werden rausgehauen. Zweideutigkeiten und Andeutungen, bzw. „Fehl“interpretationen von Aussprüchen anderer sind hier noch das harmloseste.

Doch leider sind diese sittlichen Entgleisungen nicht immer auf Rauschmittel zurückzuführen. Immer häufiger wird das WorldWideWeb als Maske genutzt, hinter der scheinbar alles möglich erscheint. Hier tummeln sich Perverse, Stalker, Verklemmte und Spanner: Jeder Einzelne von ihnen hat anscheinend im realen Leben (dem, in dem es keinen „Respawn“-Knopf gibt) nicht genügend Auslastung was eben diesen Bereich der Zwischenmenschlichkeit angeht. Klar, es wäre nicht zwingend besser für alle Beteiligten, wenn diese Leute auf der Straße rumrennen würden, aber macht es das Internet besser? Was kann das „Objekt der Begierde“, aka Mädchen, dagegen tun? Was können WIR alle dagegen tun? Wie kommt es überhaupt dazu, dass jemand Ziel eines solchen Angriffes auf seine Würde wird? Fragen, auf die bisher noch keiner eine ausreichende Antwort gefunden hat.

Zu Frage Nummer eins, dürfte die Antwort relativ leicht fallen: Nein, das Internet macht hier überhaupt nichts besser, es potenziert eher, da durch die Anonymität anscheinend kein Zwang besteht, sich an geltende moralische und ethische Regeln in der Zwischenmenschlichkeit zu halten. Auf die Frage, wie man überhaupt zum Ziel solcher Angriffe wird, ist zu sagen, dass es häufig schon reicht, sich als weibliche Person auszugeben. Sobald Mann ein potenzielles Opfer gefunden hat, wird drauflos angemacht, als gäbe es kein Morgen. Auf die Reaktionen, sofern sie negativ ausfallen, wird hier wenig Rücksicht genommen. „Hauptsache ficken!“ dürfte hier die Leitkultur sein – Nettigkeit und Charme zählen hier nichts! Ein zweiter Aspekt des „Ziel Werdens“ dürfte der eigene Umgangston sein. Jemand, der öfters Zweideutigkeiten von sich gibt, wird eher in die Schublade „Nutte“ gesteckt, als jemand, der sich immer brav an alle Regeln hält und auch sonst „auffällig unauffällig“ ist. Zu vergleichen mit Vergewaltigungen ist dies allerdings nicht – eine Ansprache von wegen „Ja wenn die sich so anzieht braucht‘se sich net wundern…“ soll das hier nicht werden. Nur ein Anstoß, über sein eigenes Verhalten in diesem Bereich der Zwischenmenschlichkeit nachzudenken. Stellt sich zuletzt noch die Frage, was nun getan werden sollte, wenn frau entsprechenden Attacken ausgeliefert ist. Als Ziel selbst ist hier immer der Weg in die (begrenzte) Öffentlichkeit zu empfehlen – einfach schauen, dass der Vorfall so schnell wie möglich einer Regelinstanz („hihihi, er hat Regel gesagt“ – erwähnte ich vorhin nicht etwas von „Zweideutigkeiten und Andeutungen, bzw. „Fehl“interpretationen von Aussprüchen“?) vorgetragen wird. Im Falle des Internets können dies Personen sein, die Maßnahmen ergreifen können, welche den Angreifer aus dem System entfernen und somit für Ruhe sorgen. Als Außenstehender kommt hier wieder das Wort „Zivilcourage“ ins Spiel, für welches es nicht nur im realen Leben eine Medaille geben sollte, sondern auch im Internet. Ganz entscheidend für eine „Bekämpfung“ des verbalen Rowdytums ist hier der solidarische Schulterschluss mit dem Opfer. Zeigt dem Täter, dass ER das Opfer ist, nicht IHR!

Doch wie sind wir eigentlich auf dieses Thema gekommen? Stimmt! Beschwerden über eben jenes, oben beschriebene Verhalten auf unserem Minecraftserver! An dieser Stelle die große Frage an EUCH: Habt ihr selbst so etwas im Rahmen eures Aufenthaltes hier auf German Mine schon erlebt? Was habt ihr getan, was gedacht? Was geht euch persönlich zu weit, wo liegen bei euch die Schmerzgrenzen? Schreibt’s in die Kommentare, auf das hier eine gesittete Diskussion entstehe und evtl. einige Leute (von den wenigen die diesen Text lesen UND verstehen) über ihr Verhalten nachdenken!

Kommentare  

# Steffons_ 2013-11-23 14:55
Trauriger weise erlebt man so etwas auf German Mine immer häufiger.
Das könnte unter anderem an dem von euch genannten Aspekt "Free2play Spiele" zurückzuführen sein.
Denn meines wissen kommen solche verbalen Attacken hauptsächlich von Usern, die sich (illegal) eine gratisversion von Minecraft besorgen. Um so etwas vorzubeugen, könnte man z.B. nur originale Versionen des Spiels erlauben, oder härtere Sanktionen einführen.

Und zum Thema Zivilcourage. In der realität trauen sich die wenigsten Leute z.B. eine Prügelei zu stoppen. Online sieht es aber ganz anders aus. Hier herrscht fast "zu viel" Zivilcourage, da die meisten Leute die attacken nicht nur stoppen, sondern den Angreifer sogar zu beleidigen, oder drohen. So machen sie die "Helfer" zum Teil selber strafbar.

Am besten ist es online, wie ihr es schon geschrieben habt, einen Administrator zu konsultieren.

MfG
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# Toym4n 2013-11-23 15:37
Da gebe ich dir Recht Steffons_, denn wären hier nur Premium Accounts erlaubt wären weniger von diesen Leuten unterwegs, das gilt generell für "Craked" Server.Da denke ich mal helfe Bans usw. auch nichts den ruck zuck ist der nächste "craked" Account gemacht !

Lg
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# jo204 2013-12-01 21:13
Ich finde, das Thema wird zu ernst genommen, denn die User, die meinen, online irgendwelche Mädchen anzubaggern, die sie noch nie gesehen haben, weil sie sich dann männlicher fühlen, sind absolut harmlos. Außerdem sind solche Gestalten wohl kaum in der Lage, die Würde von jmd. zu verletzen, von dem sie teilweise nichts wissen als das Geschlecht. Also würde ich einfach darüber hinwegsehen oder diejenigen darauf hinweisen, wie lächerlich das einfach ist (auslachen).
LG
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